Ein Jugendlicher war, wie seine Freunde später berichten, den ganzen Abend zusammen mit seinen Freunden in einem Club und haben dort etwas Shisha geraucht.

Beim Verlassen des Lokals bricht der junge Mann plötzlich bewusstlos zusammen. Der Notarzt bringt ihn schließlich in eine Kinderklinik. Langsam geht es dem Jungen wieder besser, nur der Kopf schmerzt noch. Die Eltern sind inzwischen eingetroffen, schwere Krankheiten sind nicht bekannt.

In der Blutuntersuchung noch in der Notaufnahme fällt der Ärztin sofort eine Kohlenmonoxidvergiftung auf. Wie das?

Beim Shisharauchen wird der Tabak durch glühende Holzkohle erwärmt. Dabei entsteht immer Kohlenmonoxid. Verbringt man nun einen langen Abend in einem Shisha-Lokal, kann der Kohlenmonoxidanteil im Blut sehr stark ansteigen.

Glücklicherweise konnte sich unser Patient vollständig von der Vergiftung erholen.

Jugendliche rauchen heute deutlich weniger Zigaretten als noch vor 10 Jahren. Sicher liegt das auch daran, dass Zigaretten heute durch ausweisgesicherte Verkaufsautomaten schwerer zu kaufen sind.

Dafür haben die Jugendlichen aber das Wasserpfeiferauchen entdeckt. Shisha rauchen galt als weniger gesundheitsschädlich, macht aber gleichermaßen nikotinabhängig wie Zigaretten. Suchtforscher vermuten, dass Shisharauchen auch den Weg zur Zigarette ebnet. In der KIGGS Studie (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland) stellte sich heraus, dass Jugendliche Shisha rauchen nicht als Nikotinkonsum betrachten.

Mehr hierzu:
www.kiggs-studie.de